„EV“ führt innovative Therapie gegen Vorhofflimmern ein

30. Januar 2026

Gießen, Januar 2026 – Vorhofflimmern (engl. Atrial Fibrillation, AF) ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung weltweit. Schätzungen zufolge sind mehr als 60 Millionen Menschen betroffen, in Deutschland rund fünf Millionen. Unbehandelt erhöht Vorhofflimmern das Risiko für Herzinsuffizienz und Schlaganfälle erheblich.

Das AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN gGmbH gehört nun zu den Zentren in Deutschland, die das neuartige Pulsed Field Ablation (PFA)-System einsetzen. Diese Technologie ermöglicht eine besonders präzise und schonende Behandlung von Vorhofflimmern.

Unsere Rhythmusspezialisten Prof. Dr. A. Erdogan und Dr. W. Franzen können während der Prozedur verschiedene Energiequellen und Mapping-Funktionen nutzen, um die Therapie individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abzustimmen. Bereits im November und Dezember 2025 wurden im AGAPLESION Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen (Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Schoppet) die ersten Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt.

Die Vorteile der neuen Methode:

  • Kürzere Prozedurzeiten und damit weniger Belastung für die Patientinnen und Patienten.

  • Verkürzte Krankenhausaufenthalte, was die Genesung beschleunigt.

  • Höhere Erfolgsraten: Internationale Studien zeigen, dass PFA eine Erfolgsquote von über 78 % erreicht – deutlich mehr als die bisherigen Verfahren.

  • Erhöhte Sicherheit: Komplikationen wie Ösophagusverletzungen oder Phrenicus-Lähmungen treten bei PFA signifikant seltener auf.

„Mit der Einführung dieser innovativen Technologie setzen wir einen wichtigen Meilenstein in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen in Mittelhessen“, betont Prof. Dr. med. Michael Schoppet, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie.

vorne links, Prof. Dr. med. Michael Schoppet, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie gemeinsam mit Prof. Dr. med. Ali Erdogan, hinten links, im Herzkatheterlabor