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AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN

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Sabrina Haller

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Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Jens Kordelle

Prof. Dr. med. Jens Kordelle

Chefarzt

Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Eine der häufigsten Diagnosen unserer Gesellschaft betrifft degenerative und unfallbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule.

Während unter den verschleißbedingten Wirbelsäulenerkrankungen jüngere Menschen eher von einem Bandscheibenvorfall mit Ischiasproblemen betroffen sind, leidet der ältere Patient eher an einer Spinalkanalstenose oder Wirbelverschiebung.

Wirbelkörperbrüche können im Rahmen von Unfällen oder auf dem Boden eines vorgeschädigten Wirbelkörpers, zum Beispiel durch eine Kalksalzminderung des Knochens (Osteoporose) oder Tumore, auftreten.

Die Zusammenarbeit von Fachspezialisten aus den Bereichen Orthopädie, Unfallchirurgie und Neurochirurgie gewährleistet eine optimale Diagnostik und Therapie nahezu sämtlicher Wirbelsäulenerkrankungen an unserer Klinik.  

Jährlich werden rund 700 Wirbelsäulenpatienten unter stationären Bedingungen einer eingehenden Diagnostik unterzogen und therapiert, davon etwa 200 konservativ und 500 operativ, mit Eingriffen nahezu sämtlicher Schwierigkeitsgrade.

Leistungsspektrum

Behandelt werden Patienten mit:

  • Akuten Bandscheibenschäden in der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule mit begleitenden Nervenwurzelkompressionssyndromen sowie neurologischen Defiziten
  • Degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule durch Ausbildung von sogenannten Engpässen (Spinalkanalstenose) im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule mit begleitenden Nervenwurzelkompressionssyndromen wie der Brachialgie des Armes, der Ischialgie des Beines
  • sogenannte Claudicatio spinalis intermittens (Schaufensterkrankheit der Wirbelsäule)
  • Cervikaler Myelopathie bei Engpässen im Bereich der Halswirbelsäule
  • Degenerativer Wirbelverschiebung der Halswirbelsäule (Gleitwirbelbildung)
  • Degenerative Wirbelverschiebung in der Lendenwirbelsäule (Gleitwirbelbildung mit Wirbelkanalverengung)
  • Tumoren oder Metastasen (Tochtergeschwülste) an der Wirbelsäule

Eingesetzt werden folgende Therapieverfahren:

  • Konservative (nichtoperative) Behandlung mit Schmerztherapie, Krankengymnastik und gegebenenfalls Mieder-/Korsettversorgung und eventuelle Einleitung einer REHA-Maßnahme
  • Minimalinvasive, mikroskopische Bandscheibenentfernung (Nukleotomie) bei Bandscheibenvorfällen
  • Minimalinvasive, mikroskopische Erweiterung des Spinalkanals (Dekompression) bei Einengung des Rückenmarks oder von Nervenwurzeln
  • Einsatz von Zwischenwirbelkörbchen („cages“ – interkorporelle Fusion) mit und ohne Versteifung durch Schrauben-Stab-System („PLIF-Spondylodese) bei Wirbelsäuleninstabilität

Behandelt werden Patienten mit:

  • Unfallbedingten Wirbelkörperbrüchen
  • Wirbelkörperbrüchen ohne Unfall durch Osteoporose oder einen Tumor verursacht

Eingesetzt werden folgende Therapieverfahren:

  • Konservative (nichtoperative) Behandlung mit Schmerztherapie, Krankengymnastik und gegebenenfalls Mieder-/Korsettversorgung und eventuelle Einleitung einer REHA-Maßnahme
  • Minimalinvasives Aufrichten und Stabilisieren des Wirbelkörpers mit Knochenzement (Kyphoplastie)
  • Aufrichtung des betroffenen Wirbelkörpers und Versteifung mit Schrauben-Stab-System (Dorsale Spondylodese)
  • Wirbelkörperersatz durch Metallimplantat und Versteifung durch Schrauben-Stab-System bei stark zerstörtem Wirbelkörper

Behandelt werden Patienten mit:

Nervenengpasssyndromen an den Extremitäten:

  • Carpaltunnelsyndrom mit Einengung des Nervus medianus
  • Pronator teres Syndrom mit Einengung des Nervus medianus
  • Sulcus ulnaris-Syndrom mit Einengung des Nervus ulnaris mit Einengung im Bereich des Ellenbogengelenkes 
  • Distalem N. ulnaris Syndrom mit Einengung des Nervus ulnaris im Bereich des Handgelenkes
  • Tarsaltunnelsyndrom mit Einengung des Nervus tibialis im Bereich der unteren Extremität

Eingesetzt werden folgende Therapieverfahren:

Dekompression der den betroffenen Nerven einengenden Strukturen nach im Vorfeld durchgeführter elektrophysiologischer Untersuchung mit Nachweis einer Nervenschädigung