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AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN

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Sabrina Haller

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Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Jens Kordelle

Prof. Dr. med. Jens Kordelle

Chefarzt

Fuß- und Handchirurgie

In den Sektionen Fuß- und Handchirurgie werden jährlich weit über 250 Eingriffe bei degenerativen und unfallbedingten Erkrankungen an den Händen und Füßen durchgeführt. Das Spektrum der Fußchirurgie reicht von Operationen wie eingewachsenen Zehennägeln und Knochenbrüchen bis hin zu aufwändigen Versorgungen wie Korrekturoperationen oder Gelenkprothetik.

Im Bereich der Handchirurgie erfolgen die Versorgung von unfallbedingten Verletzungen des Knochens, der Sehnen und der Bänder sowie die Therapie von verschleißbedingten Krankheitsbildern der Finger, der Mittelhand und der Handgelenke.

Das Team besteht aus Ärzten, die zum Teil jahrzehntelange Erfahrung in der orthopädischen und unfallchirurgischen Chirurgie haben und seit vielen Jahren auf Fuß- und Handchirurgie spezialisiert sind.

Führt die konservative (nichtoperative) Behandlung nicht zu dem erwünschten Erfolg, oder handelt es sich bei dem Krankheitsbild um eine Verletzung die primär eine operative Versorgung erfordert, wird der Eingriff abhängig von Art und Umfang der Operation unter Berücksichtigung bestehender Begleiterkrankungen, in unserem ambulanten Operationszentrum oder unter stationären Bedingungen durchgeführt.

Der regelmäßige Austausch mit Fachkollegen und –Gesellschaften gewährleitest eine Patientenversorgung hoher Qualität. Moderne Implantate und gewebeschonende OP-Verfahren ermöglichen eine schnelle Mobilisation und Heilung.

 

 

Leistungsspektrum

Therapie von Fußdeformitäten

  • Hallux valgus
    Es handelt sich um eine Fehlstellung der Großzehe nach außen mit schmerzhaftem Hervortreten des Mittelfußknochens nach innen, Schleimbeutel – und Schwielenbildung. Die Folge der Fehlstellung ist eine Arthrose des Großzehengrundgelenkes, weshalb häufig die operative Korrektur notwendig ist. 
  • Hammer- und Krallenzehen
    Die zunehmende Einsteifung der Zehengelenke in Fehlstellung kann mit Schmerzen und einer Hautreizung (Schwielenbildung) einhergehen, so dass ein Eingriff an den Sehnen oder dem Knochen erforderlich ist.
  • Plattfuß
    Das Absinken des medialen Fußgewölbes kann aufgrund der gestörten Statik zu Schmerzen und einer Arthrose führen. Zeigt sich unter der konservativen Behandlung keine Besserung besteht bei einigen Patienten die Notwendigkeit korrigierende Operationen an den Sehnen und/oder dem Knochen durchzuführen.


Therapie von Arthrosen von Fuß- und Sprunggelenk

  • Hallux rigidus
    Die schmerzhafte Arthrose des Großzehengrundgelenkes wird durch Abtragen von Knochenvorsprüngen und Gelenkplastik (Cheilektomie), Korrekturosteotomie oder einer Versteifung (Arthrodese) behandelt.
  • Zehen- und Fußwurzelarthrose
    Das Therapieverfahren wird individuell abhängig von begleitenden Deformitäten nach ausführlicher Beratung festgelegt.
  • Arthrose des oberen und unteren Sprunggelenkes
    Belastungsabhängige Schmerzen und eine zunehmende Fehlstellung können durch eine Arthrose (Knorpelverschleiß) des oberen und/oder unteren Sprunggelenkes verursacht sein. Führt die nichtoperative Behandlung zu keinem dauerhaften Erfolg, werden die Gelenkversteifung oder der künstliche Ersatz des oberen Sprunggelenkes notwendig.


Therapie von Sehnenerkrankungen und Nervenkompressionssyndromen

  • Tibialis-posterior-Sehneninsuffizienz
    Folge der Sehneninsuffizienz ist die Ausbildung eines Plattfußes. Rekonstruierende Eingriffe, Sehnentransfer oder knöcherne Korrektureingriffe bis hin zur Versteifung (Arthrodese) können erforderlich sein.
  • Achillessehnenrupturen, Achillodynie
    Die gerissene Achillessehne wird konservativ oder durch eine offene Naht (evtl. minimalinvasiv) behandelt, während bei der Achillodynie das geschädigte Sehnengewebe entfernt wird.
  • Haglundexostose
    Die zu Schmerzen und Achillessehnenreizung führende Haglundgexostose wird abgetragen. Zusätzlich sind eventuell die Revision der Achillessehne und die Entfernung eines Schleimbeutels notwendig. 
  • Plantarer und dorsaler Fersensporn, Plantarfasziitis
    Abhängig von der Lokalisation des Fersensporns wird bei konservativ therapieresistenten Beschwerden der Knochen, in Kombination mit Revision der Achillessehne oder Einkerbung der Plantarfaszie, abtragen.
  • Mortonsche Metatarsalgie
    Operative Entfernung des schmerzhaften Nervenknotens („Neurom“), häufig zwischen dem 3. und 4. Mittelfußknochen.
  • Tarsaltunnelsyndrom


Therapie von unfallbedingten Sehnen- und Knochenverletzungen

Unfallbedingten Verletzungen des Knochens, der Sehnen, der Bänder und Gelenke

  • Knochenbrüche werden durch verschiedene Osteosynthesetechniken (Miniplatten, Drähte, Schrauben) versorgt
  • Sehnenrisse werden sofern notwendig genäht oder knöchern refixiert
  • Pseudarthrose (ausbleibende Knochenbruchheilung)
    z. B. nach einer Kahnbeinfraktur erfordern die operative Anfrischung, Osteosynthese evtl. in Kombination mit einer Knochenverpflanzung


Nervenkompressionssyndromen

  • Karpaltunnelsyndrom mit Einengung des Nervus medianus 
  • Pronator teres Syndrom mit Einengung des Nervus medianus
  • Sulcus ulnaris Syndrom mit Einengung des Nervus ulnaris mit Einengung im Bereich des Ellenbogengelenkes
  • Distalem N. ulnaris Syndrom mit Einengung des Nervus ulnaris im Bereich des Handgelenkes


Hand- und Fingergelenksarthrosen
Z. B. Daumensattelgelenksarthrose (Rizarthrose). Ein häufig eingesetztes Verfahren stellt die sog. Resektions-Interpositionsarthroplastik dar, bei der das Trapezbein entfernt und eine Sehne als Platzhalter eingesetzt wird


Dupuytren’sche Kontraktur
Ziel der Therapie ist es die knötchen- und strangförmige Schrumpfung der Palmaraponeurose zu entfernen und die Funktion der Hand wieder herzustellen


Schnellender Finger
Die entzündlich verdickte Beugesehne bleibt unter dem Ringband hängen. Die Therapie besteht in einer Spaltung des Ringbandes, so dass der Finger ohne Schnapp-Phänomen wieder gebeugt und gestreckt werden kann.


Ganglion
Das Ganglion stellt einen mit Flüssigkeit gefüllten Sack (Zyste) dar, welcher als Ausstülpung einer Gelenkskapsel oder einer Sehnenscheide entsteht. Fehlende Rückbildungsneigung und Beschwerden erfordern die operative Entfernung.